Spektakulärer Fund: Leipziger Forscher gräbt 3000 Jahre alten Koloss in Kairo aus
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Ramses II. Spektakulärer Fund: Leipziger Forscher gräbt 3000 Jahre alten Koloss in Kairo aus

In Kairo hat ein deutsch-ägyptisches Forscherteam eine rund 3000 Jahre alten Koloss ausgegraben. Beteiligt war auch der Kustos des Ägyptischen Museums aus Leipzig.

Dieses Teil einer riesigen Pharaonenstatue wurde in Kairo entdeckt.
 

Quelle: imago/ZUMA Press

Kairo - .  Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hat einen weiteren Teil einer riesigen Pharaonenstatue in einem Armenviertel Kairos geborgen. Helfer hievten den Oberkörper der acht Meter hohen Figur, bei der es sich wahrscheinlich um eine Statue von Ramses II. handelt, am Montag aus einer Schlammgrube im Viertel al-Matarija im Nordosten der ägyptischen Hauptstadt. „Das ist eine große Entdeckung, eine der größten der letzten Jahre“, sagte Antikenminister Khaled al-Anani.

Die Archäologen hatten die Entdeckung am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben. Der Koloss ist in mehrere Teile zerbrochen - ein Teil der Krone und des Kopfes, das rechte Auge und Ohr wurden bereits geborgen. „Wir hoffen, den Rest der Statue noch zu finden, aber es ist möglich, dass Teile für andere Monumente wiederverwendet wurden“, sagte der deutsche Expeditionsleiter Dietrich Raue von der Universität Leipzig. Die Statue solle nächstes Jahr das neue große Ägyptische Museum schmücken, dass bei den Pyramiden am Stadtrand gebaut wird.

In Kairo hat ein deutsch-ägyptisches Forscherteam eine rund 3000 Jahre alten Koloss ausgegraben. Beteiligt war auch der Kustos des Ägyptischen Museums aus Leipzig.

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„Ich hätte es nicht für möglich gehalten, ein Kunstwerk dieser Qualität zu finden“, sagte der Leipziger Experte, der 3D-Fotos des Fundes in den kommenden Tagen wissenschaftlich untersuchen wird, um unter anderem dessen genaues Alter festzustellen.

Die Fragmente der Kolossalstatue wurden zwei bis drei Meter unter dem Meeresspiegel gefunden. Während der Grabungen musste das eindringende Wasser immer wieder abgepumpt werden. „Von unten bedrohte uns das Wasser, von oben die moderne Bebauung“, sagte Raue mit Blick auf die rege Bautätigkeit auf dem Areal des Tempelbezirks. Die Grabungen werden jedoch in den kommenden Monaten noch fortgesetzt. Der einstige Tempelbezirk von Heliopolis liegt heute inmitten eines Kairoer Wohnviertels. An dieser Stelle wurden bereits mehrfach Statuen entdeckt, so zum Beispiel in 20 Metern Entfernung eine Statue von Sethos II. aus Kalkstein.

Ramses II. wurde auch „der Große“ genannt. Der für seine Kriegszüge und Bautätigkeit bekannte Pharao herrschte ab 1279 v. Chr. für 66 Jahre über Ägypten. Er ließ unter anderem den berühmten Tempel von Abu Simbel im Süden des Landes erbauen. Die Archäologen graben bereits seit 2012 in dem Bezirk im Norden Kairos.

Von LVZ

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