Lüftung fürs Zuhause: Immer flexiblere Lösungen
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Immobilien Lüftung fürs Zuhause: Immer flexiblere Lösungen

Hersteller von Lüftungsanlangen setzen auf neue Kombinationen bei der Entwicklung von Lüftungen. Sie werden individuell für das Gebäude entwickelt und angepasst. So kann nicht nur Material, sondern auch Strom und Wärme gespart werden.

Früher musste man sich bei Lüftungsanlagen meist zwischen einem zentralen oder einem dezentralen System entscheiden. Diese Zeiten sind vorbei.

Quelle: Petra Welzel/Messe Frankfurt Exhibtion GmbH/dpa-tmn

Frankfurt/Main. Bei Lüftungsanlagen wird verstärkt auf flexible Lösungen gesetzt. "Egal wie der Baukörper geplant ist, es gibt immer eine Lösung", sagte Claus Händel, Technischer Referent des Fachverbands Gebäude-Klima auf der Energie- und Sanitärmesse

ISH in Frankfurt (14. bis 18. März).

Wo sich einst Bauherren für eine dezentrale oder zentrale Lösung entscheiden mussten, werden inzwischen beide Optionen kombiniert. Das passiert etwa mit dem Einbau einer zentralen Lüftungsanlage für den Großteil der Räume, die man im Haus mit der Technologie ausstatten möchte. Ein etwas weiter entfernt liegender Teil des Gebäudes könne dann zusätzlich noch eine dezentrale Anlage bekommen. "Es wäre viel zu aufwendig, dorthin viele Meter Rohre zu verlegen", erläutert Händel.

Ein zentrales System hat eine oder mehrere Abluftanlagen, meist an Stellen mit den höchsten Werten an Luftfeuchtigkeit oder sonstigen zu filternden Stoffen oder Gerüchen - also im Bad oder Küche. Frische Luft von außen kommt durch Durchlässe in der Außenwand oder Fensterfalzlüfter ins Haus. Von dort aus verteilt sie sich auch in den Räumen. Zentrale Anlagen haben ein Lüftungsgerät an einer Stelle, wo auch direkt die Zu- und die Abluft geregelt wird.

Die Anlagen werden zwar technisch immer noch ein bisschen besser werden, erläutert Händel mit Blick auf die Messeneuheiten. Aber der Experte betont: Auch wenn die Hersteller sich geradezu in einen Wettstreit begeben, für den Verbraucher sei der Unterschied zwischen einem Wärmerückgewinn von 80 oder 90 Prozent kaum entscheidend.

Wärmerückgewinnung bedeutet, dass die im Haus erzeugte Heizungswärme nicht ins Freie hinausgelassen, sondern im Gebäude gehalten wird. Damit lassen sich Heizkosten sparen.

Service:

Die Messe ISH, Leistungsschau der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche, findet vom 14. bis 18. März 2015 in Frankfurt am Main statt. Publikumstag ist der 18. März von 9 bis 17 Uhr. Sonst haben nur Fachbesucher Zugang. Die Messe findet nur alle zwei Jahre statt.

dpa

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