Neue Wohnungen am Krähenfeld
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Stadtrat Markkleeberg Neue Wohnungen am Krähenfeld

Eine gute Nachricht für Wohnungssuchende in Markkleeberg: Nachdem der Stadtrat zuletzt vor allem Grundstücke für Häuslebauer an der Hermann-Müller-Straße, neben dem Caritas Kinderdorf und in der innerstädtischen Kuhle ausgewiesen hatte (die LVZ berichtete), sollen nun im Krähenfeld neue Wohnungen entstehen. Der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohngebiet Amselweg“ wurde diese Woche gefasst.

Auf der Freifläche an der Städtelner Straße will die Noppi Immobilien GmbH demnächst sechs Mehrgeschosser errichten.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Eine gute Nachricht für Wohnungssuchende in Markkleeberg: Nachdem der Stadtrat zuletzt vor allem Grundstücke für Häuslebauer an der Hermann-Müller-Straße, neben dem Caritas Kinderdorf und in der innerstädtischen Kuhle ausgewiesen hatte (die LVZ berichtete), sollen nun im Krähenfeld neue Wohnungen entstehen. Der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohngebiet Amselweg“ wurde diese Woche gefasst.

Die Noppi Immobilien GmbH Immobesitz KG aus Wiesbaden will auf der weitgehend freien Rasenfläche an der Städtelner Straße zwischen Amselweg und Am Krähenfeld sechs mehrgeschossige Häuser bauen. Das Areal befindet sich im Geltungsbereich des Wohnparks Krähenfeld. Der war 1993 als Mischgebiet konzipiert, in dieser Form aber nie realisiert worden. Die Brache, auf der vor einigen Jahren ein kleiner Parkplatz für den benachbarten „Markkleeberger Hof“ angelegt worden war, soll nun zugunsten von Zwei- bis Fünf-Raumwohnungen weichen.

Vor allem größere Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern fehlen seit geraumer Zeit in Markkleeberg. „Deshalb haben wir an den Investor auch die Anregung gegeben, mehr Vier-Raum-Wohnungen einzuplanen“, erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Wunsch der Stadt sei es, dass hier Wohnraum für die Ansprüche aller Altersgruppen geschaffen wird. Eine Lösung sprich Ersatz müsse für die wegfallenden Parkplätze gefunden werden, insbesondere für Reisebusse. Die sollen gar nicht erst ins Wohngebiet fahren, sondern an der Städtelner Straße alternative Stellplätze erhalten.

„Daran hat der Technische Ausschuss seine Zustimmung gebunden“, betonte Vorsitzender Robby Stamm von der CDU. Rathauschef Schütze versicherte, dass das entsprechende Schreiben an den Investor an den Beschluss angehangen werde. Weggewischt wurde die Forderung des Fraktionschefs der Linken, Dieter Bormann, statt vier- nur dreigeschossige Bebauung zuzulassen. Die Fraktion stimmte denn auch gegen die Vorlage.

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Wohngebiet Amselweg“ soll zeitnah im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Obwohl es gesetzlich möglich wäre, wollen der Investor, der auch Eigentümer der Fläche ist, und die Stadt nicht auf die frühzeitige Bürgerbeteiligung verzichten. Die Kosten für Planung und Erschließung wird gemäß städtebaulichem Vertrag die Noppi Immobilien GmbH tragen.

Wohnraum wird in nächster Zeit auch in Gaschwitz geschaffen. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg (WBG) will die Hauptstraße 303, ein denkmalgeschütztes, seit Jahren leerstehendes Wohn- und Geschäftshaus, umfassend sanieren. Dafür hat der Stadtrat am Mittwoch einen Zuschuss von vorläufig rund 298 000 Euro bewilligt. Insgesamt wird die Baumaßnahme von der WBG mit etwa 820 000 Euro angesetzt. Weitere 6000 Euro wurden für den Abriss des Nebengebäudes frei gegeben. Anders als das Haupthaus habe dies keine städtebauliche Bedeutung, hieß es in der Begründung. „Wir sind froh, wenn die Sanierung endlich beginnt. Damit verschwindet ein weiterer Schandfleck in Gaschwitz“, sagte Schütze.

Von Ulrike Witt

Markkleeberg Amselweg 51.2653489 12.3724936
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