Zoo Leipzig startet mit Nachwuchs, Neuzugängen und Neubauten in den Sommer
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Babys und Baustellen Zoo Leipzig startet mit Nachwuchs, Neuzugängen und Neubauten in den Sommer

Neue Tiere, neue Baustellen, neue Wege – zwei Wochen vor Start in die Sommersaison stellte Zoodirektor Jörg Junhold am 10. März 2017 die aktuellen Neuigkeiten vor. Auch eine traurige Nachricht ist dabei.

Es tut sich einiges im Leipziger Zoo: An der Himalaya-Halle wird schon gebaut und ein Kronenmaki ist ins Gondwanaland gezogen. Zoodirektor Junhold blickte am Freitag Blick auf die Sommersaison.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Sommersaison im Leipziger Zoo steht kurz bevor. Passend dazu hat Direktor Jörg Junhold Neuigkeiten aus dem Leben im Tierpark verkündet. Diese reichen von Nachwuchs und Neubauten bis hin zu einem traurigen Ereignis bei den Giraffen.

Tigerzwillinge: Sie sind jetzt zwei Wochen alt und entwickeln sich bestens. Inzwischen konnte das Geschlecht der zwei Süßen festgestellt werden: Es sind zwei Mädchen. Mutter Bella kümmert sich sehr gut um ihre Töchter, die aktuell 2,1 und 2,4 Kilo wiegen. Mit der Namenssuche will sich der Zoo noch etwas Zeit lassen. Etwa in zwei Monaten können die Tigerbabys die Freianlage erkunden. Bisher leben sie mit ihrer Mutter in der Wurfhöhle. Nur Vater Tomak ist derzeit für die Besucher zu sehen.

Neuzugänge: Die Zwergflamingos haben schon acht Küken ausgebrütet, weitere Eier sind „in Arbeit“. Für dieses Jahr erwartet der Zoo einen neuen Rekord bei dieser schwierigen Nachzucht, die nur selten gelingt. Gestern wurde im Gondwanaland zum zehnten Mal Dikdik-Nachwuchs geboren. Neu im Gondwanaland ist auch ein weiblicher Kronenmaki, der vor einer Woche aus England gekommen ist. Noch scheu, erkundet das 20 Monate alte Tier seine neue Umgebung. Der in freier Wildbahn stark bedrohte Halbaffe von der Nordspitze Madagaskars soll bald einen männlichen Gefährten bekommen, damit eine Zucht aufgebaut werden kann.

Todesfall: Bei Giraffe Ashanti hat am Donnerstagmittag die Geburt eingesetzt, die mit Komplikationen verbunden war. Das weibliche Kalb hatte offenbar nicht die richtige Lage und musste von Tierarzt und Pflegern aus dem Mutterleib gezogen werden. Gegen 17 Uhr war klar, dass das Jungtier tot ist. Mutter Ashanti, die schon fünf Junge hat, ist nach der dramatischen Geburt glücklicherweise wohlauf.

Badebecken: Zweimal täglich gehen die Elefanten in ihrem Tempel baden. Da dies von den Besuchern begeistert verfolgt wird, soll es in Kürze noch einen zweiten Besucherausguck auf den Elefantenpool geben. Bis Ostern finden Wartungsarbeiten am Badebecken statt – die Rahmen werden geschliffen und mit Korrosionsschutz behandelt, die Scheiben poliert.

Richtfest: Mit Beginn der Sommerferien wollte der Zoo seinen neuen Themenbereich Himalaya eröffnen. Durch den Frost Anfang des Jahres blieben die Arbeiten vorübergehend liegen, doch jetzt geht es wieder voran – gestern konnte die Richtkrone am Rohbau aufgezogen werden. Der Kunstfelsenbauer hat seine Arbeit aufgenommen, die Arbeiten am Dach beginnen in Kürze. Im Sommer sollen Schneeleoparden und Rote Pandas auf der neuen Anlage, einer kargen Felslandschaft, zu sehen sein. Das Modell ist seit gestern im Infocontaier auf dem Vorplatz der Seebären zu sehen. Derzeit leben die Tiere hinter den Kulissen der Tigertaiga.

An der Himalaya-Halle im Leipziger Zoo haben die Bauarbeiten bereits begonnen.

Quelle: Christian Modla

Großbaustelle Südamerika: Von der Hacienda Las Casas bis zum Tierkindergarten – überall Baufahrzeuge und Matsch. Dort erstreckt sich die neue Großbaustelle Südamerika, die den Zoo für die nächsten drei Jahre beschäftigen wird. Allerdings sind der Tierkindergarten und die Flamingo-Voliere noch das ganze Jahr geöffnet ehe sich die Wegführung in diesem Bereich ändert. „Wir bitten die Besucher um Verständnis“, so der Zoochef. Da sich das Baugeschehen hinter einem Zaun abspielt, dürfte es die Gäste nicht weiter stören. Ohnehin gab es in diesem Teil des Zoos in den letzten zwei Jahren nicht mehr viel zu sehen: Die Dallschafe sind abgegeben worden, Wildpferde, Schneeleoparden, Rote Pandas und Muntjaks sind umgezogen. Wenn die Themenbereiche Pantanal und Feuerland fertig sind, kommen eine Menge neue Tierarten: Wasserschweine, Nabelschweine, Pampashasen, Guanakos, Ameisenbären, Humboldtpinguine, südamerikanische Robben und verschiedene Meeresvögel. Aus eigenem Bestand ziehen die Mähnenwölfe ein. Der erste Teilabschnitt soll im Frühjahr/Sommer 2018 eingeweiht werden.

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Kerstin Decker

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